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Axel Springer-Aktie: Axel Springer kauft in Polen zu


06.06.2012
Frankfurter Tagesdienst

Detmold (www.aktiencheck.de) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" raten, die Axel Springer-Aktie (ISIN DE0005501357 / WKN 550135) nach wie vor zu meiden.

Axel Springer habe bekannt gegeben, dass man sich mit dem polnischen Pendant TVN (ISIN PLTVN0000017 / WKN A0DNS9) auf einen Erwerb des führenden polnischen Online-Portals onet.pl geeinigt habe. Der deutsche Medienkonzern werde 75% der Anteile übernehmen und im Gegenzug 217,5 Mio. EUR an den polnischen privaten Fernsehsender überweisen. Die Transaktion solle zum 1. Januar 2013 vollzogen werden.

Seit geraumer Zeit arbeite die Unternehmensleitung an der Erweiterung der Online-Aktivitäten. Ein prominentes Beispiel sei der Kauf des französischen Immobilien-Portals SeLoger.com. Axel Springer treibe die Verwandlung des Konzerns hin zu einem Online-Schwergewicht voran. Die Geschäftsentwicklung zeige, warum man es so eilig habe.


Die Umsätze, die im Print-Segment erwirtschaftet würden, seien kontinuierlich gesunken. Im ersten Quartal 2012 habe Axel Springer einen Rückgang um 7% verbucht, die Werbeeinnahmen seien um 5% zurückgegangen. Den Gegenpol habe die Online-Sparte gebildet, wo man ein Umsatzplus von 30% gemeldet habe. Der Werbeerlös habe um 31% angezogen. Mittlerweile steuere das Online-Geschäft ein Drittel des Umsatzes sowie rund die Hälfte der Werbeeinnahmen bei.

Die Akquisition stärke die digitalen Geschäftsaktivitäten von Axel Springer. Onet erreiche nach eigenen Angaben rund drei Viertel der Polen und sei nach der polnischen Version der US-Suchmaschine Google die zweitmeistbesuchte Webseite im Land.

Obwohl die operative Entwicklung wenig Anlass zur Kritik liefere und auch die Zahlen für das erste Quartal über den Erwartungen gelegen hätten, seien die Papiere von Axel Springer auf Talfahrt. Binnen eines Monats hätten die Anteilsscheine mehr als 5% ihres Wertes eingebüßt. Schon allein wegen des klaren Abwärtstrends dränge sich ein Engagement beim Titel derzeit nicht auf.

Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" raten den Anlegern, die Axel Springer-Aktie weiterhin zu meiden. (Ausgabe 85 vom 05.06.2012) (06.06.2012/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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